Befähigungskurs Sterbebegleitung

„Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde!“

Jeder, der ehrenamtlicher Hospizbegleiter werden möchte, durchläuft nach einem Vorgespräch mit der Koordinatorin den Befähigungskurs „Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde!“. In zwölf Doppelstunden werden Inhalte über die Bedürfnisse, die Sprache sterbender Menschen vermittelt, dazu gehören auch die besonderen Phänomene im Sterbeprozess. Die Verarbeitung eigener Erlebnisse mit Trauer, Tod und Sterben bekommt einen eigenen Raum, ist aber nicht als Trauerbegleitung zu verstehen.

Wissen und Austausch

Im Kurs finden neben der Wissensvermittlung auch der Austausch in Kleingruppen und einige Selbsterfahrungsübungen statt. In einem reflektierenden Abschlussgespräch entscheiden sich Hospizdienst und Anwärter für oder gegen eine gemeinsame Zusammenarbeit.

Im Falle der Zusammenarbeit schließt sich eine Praktikumsphase bei einem Sterbenden an, in der der Ehrenamtliche sehr eng durch die Koordinatorin begleitet wird. Meist im folgenden Jahr werden medizinische und  pflegerische Themen im Vertiefungskurs erlernt und der neue Hospizbegleiter wird schließlich vollständig in die bestehende Gruppe der erfahrenen integriert.

In den monatlichen Praxistreffen werden die Begleitungen reflektiert und Schwierigkeiten besprochen; auch das regelmäßige Angebot der Supervision für die Hospizbegleiter qualifiziert sie für die besonderen Herausforderungen in der Betreuung eines Menschen während der seiner letzten Lebensphase.